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Sonntagskolumne: Florida zeigt wie es geht!

📬 Vorsicht, Post aus Sachsen! Die Sonntagskolumne von Jörg Urban 📬
Liebe Freunde, liebe Leser,
während Bundeskanzlerin Angela Merkel gerade an der Entmachtung der Bundesländer arbeitet, um die nächste Corona-Notbremse durchdrücken zu können, haben viele andere Staaten die Lage ohne Lockdown unter Kontrolle bekommen.
Internationale Berühmtheit hat dabei der US-Bundesstaat Florida erlangt. Hier gab es nie eine Maskenpflicht und von allen Einschränkungen nahm der republikanische Gouverneur Ron DeSantis schon im September Abstand. Somit sind seither die Kindergärten, Schulen und Ladengeschäfte offen. Im Gegensatz zu strengeren US-Staaten floriert die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben ist von Fröhlichkeit geprägt.
Nur deutsche Medien gießen hier Wasser in den Wein, wenn sie mutmaßen, dies sei die „Party vor der vierten Welle“ (ZEIT). Tatsächlich gibt es Corona weiterhin mit Aufs und Abs in Florida. Richtig ist auch, dass dort die registrierten Infektionszahlen relativ hoch liegen, weil sich mehr junge Menschen begegnen.
Aber, und das ist der entscheidende Punkt: Das Risiko an Corona zu sterben, ist in Florida niedriger als in Sachsen. Es liegt seit Ausbruch der Krankheit bei 0,16 Prozent. Sachsen kommt in dieser Statistik auf einen Wert von 0,20 Prozent. Das könnte freilich an den etwas angenehmeren Temperaturen liegen.
Die Behauptung, ein Lockdown-Verzicht sei ein Himmelfahrtskommando, ist dennoch eindeutig widerlegt. Der deutsche Virologe Klaus Stöhr, früher tätig bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO), erklärt dazu: „Es ist nicht so, dass Staaten wie Florida keine Maßnahmen ergriffen hätten – sie sind nur gezielter vorgegangen.“
Stöhr weiß darüber Bescheid, weil er selbst einige US-Staaten zu Corona beraten hat. Seine Empfehlung, die Florida anscheinend exzellent umsetzte, lautete: Konzentriert euch „auf die Sicherheit der Krankenhäuser, Pflegeheime und vulnerablen Personen“.
Diesen konsequenten Schutz der Risikogruppen hat auch die AfD immer vorangestellt. Geht man so vor, geschieht folgendes: „Dadurch, dass es insgesamt weniger strenge Regeln gerade bei den Jungen gab, dürften sich viele Menschen bereits unbemerkt infiziert haben und dadurch eine natürliche Immunität erlangt haben, die das Fortschreiten der Pandemie nun immer mehr abbremst“, so Stöhr über Florida.
Übrigens: Mit dem Verzicht auf einen Lockdown steht Florida in den USA keineswegs als einsamer Außenseiter da, wie es deutsche Medien gern schildern. In einer Rangliste über die geringsten Beschränkungen kam Florida sogar nur auf Platz acht. Am freiheitlichsten agiert Iowa.
Es liegt 2.000 Kilometer nordwestlich von Florida. Und siehe da: Auch hier ist das Todesrisiko niedriger als in Sachsen. Allein am Wetter scheint es also nicht zu liegen.
Ebenfalls einen Sonderweg hat Schweden eingeschlagen und wurde dafür aus Deutschland mit Häme bedacht. Die vorgebrachten Argumente schwedischer Experten für einen Lockdown-Verzicht sind jedoch sehr einleuchtend. Der Epidemiologe Martin Kulldorff sagte vor wenigen Tagen der WELT, Lockdowns würden ausschließlich die „Laptop-Klasse, die im Homeoffice arbeiten“ könne, schützen. Damit würde aber lediglich „das Risiko von den wohlhabenden auf die weniger wohlhabenden Klassen“ verlagert.
Das lässt sich in der Tat jeden Tag im Supermarkt beobachten: Weder für die Kassiererin noch für das ältere Ehepaar, das Lebensmittel einkaufen muss, gibt es eine wirksame Schutzstrategie.
Um dieses Problem zu lösen, haben wir im November ein Konzept mit gesonderten Einkaufszeiten für Risikogruppen präsentiert, das die Altparteien aber aus ideologischer Verblendung ablehnten.
Sie richten lieber riesige Kollateralschäden mit der Holzhammer-Methode an, statt sich auf wenige, effektive und zielführende Schutzmaßnahmen zu einigen, die sinnvoll sind, um Leben zu retten.
Wir werden diesen Kurs weiter kritisieren und am Dienstag in einer Sondersitzung des Sächsischen Landtages erneut dafür werben, das Konzept der erfolgreichen Krisenbekämpfer zu übernehmen.
Bis nächsten Sonntag,
Ihr Jörg Urban

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