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Sonntagskolumne: Kernkraft, ja bitte!

Vorsicht, Post aus Sachsen! Die Sonntagskolumne von Jörg Urban 📬
Liebe Freunde, liebe Leser,
von Professor Dr. Bruno Merk werden Sie vermutlich noch nie etwas gehört haben. Der deutsche Ingenieur forscht an der Universität Liverpool zur Kernkraft.
Davor war er am Helmholtz-Zentrum #Dresden-Rossendorf angestellt. Auch hier beschäftigte er sich mit der Entschärfung radioaktiver Rückstände, doch der politische Rückhalt für diesen Wissenschaftszweig bröckelte und zwang Merk ins englische Exil.
Gegenüber dem Deutschlandfunk beklagte er vor zweieinhalb Jahren, für deutsche Politiker sei das Bekenntnis zur Kernkraft ein Karrierekiller geworden. Deshalb sei es schwierig, ergebnisoffen darüber zu sprechen, und deshalb finde die Forschung eben jetzt in weniger engstirnigen Ländern statt.
Nüchtern betrachtet, bietet die #Kernkraft riesiges Potential. Sie hat das Zeug, mittelfristig die sauberste, günstigste, umweltschonendste und klimafreundlichste Technologie zur Erzeugung der von uns benötigten Energie zu werden.
Aus diesem Grund bauen viele Staaten aus Europa und der ganzen Welt neue Kernkraftwerke und investieren große Summen in ihre Weiterentwicklung. So gibt es inzwischen mehrere Verfahren, mit denen ein Recycling des angeblichen „Atommülls“ gelingen könnte.
Unter Laborbedingungen funktioniert das bereits. Der nächste Schritt sei es nun, diesen bahnbrechenden Fortschritt auf einen „großtechnischen Maßstab“ auszudehnen, betont Merk. In Belgien entsteht dazu aktuell eine Anlage, die in zehn bis fünfzehn Jahren ihren Betrieb aufnehmen könnte.
Frankreich, Italien, Spanien und einige weitere Staaten beteiligen sich daran. Die Bundesrepublik Deutschland dagegen zog ihre Unterstützung zurück. Denn die Altparteien diskutieren lieber, in welchen Regionen sie den strahlenden „Atommüll“ in unterirdischen Höhlen vergraben wollen.
Merk hält das für eine fundamentale Fehlentscheidung. Sie bedeute für Deutschland: „Wir haben unseren Atommüll für eine Million Jahre, während andere sagen: Wir haben nur 1.000 Jahre.“ Nachhaltig wäre es folglich, die radioaktiven Rückstände zumindest unschädlich zu machen.
Doch es geht sogar noch mehr: Die radioaktiven Rückstände sind kein Müll, sondern Wertstoffe, die neue Energie liefern. Würde Deutschland seinen „Atommüll“ wiederverwerten, „können Sie drei Kernreaktoren für circa 45 Jahre betreiben“, rechnet Merk vor, der es in Zukunft auch für denkbar hält, auf den in der Tat bedenklichen Uranbergbau verzichten zu können.
Ich kann Ihnen jetzt natürlich nicht mit 100%-Sicherheit sagen, wie viel sich von diesen Visionen in welcher Zeitspanne bewahrheitet und welche Verfahren sich tatsächlich industriell realisieren lassen. Eins ist aber gewiss: Die Erfolge der Forschung in den letzten Jahren sind so beeindruckend, dass wir weitermachen müssen. Weder das Auto, das Flugzeug, der Computer oder das Handy wurden schließlich an einem Tag perfektioniert.
Stellen Sie sich einmal vor, man hätte die Entwicklung des Computers in den 1960er-Jahren eingestellt, weil das damals noch raumfüllende Rechenmaschinen waren, die kaum etwas konnten. Wäre das intelligent gewesen? Und wo würden wir heute ohne Computer stehen?
Sie können dieses Gedankenexperiment selbstverständlich auch für die Erfindung des Rades durchspielen. Das Ergebnis ist ähnlich: Es lohnt sich, technologie- und ergebnisoffen zu forschen. Dieser Instinkt, das noch Unbekannte zu ergründen, ist es, der die Zivilisation voranbringt und Wohlstand ermöglicht.
Es ist daher desaströs, wenn die #CDU aus Angst vor der bekannten grünen Panikmache unsere klügsten Köpfe wie Prof. Merk ins Ausland vergrault. Wir müssen vielmehr alles dafür tun, um sie nach Sachsen zurückzuholen.
In Rossendorf, an der TU Dresden und an der Hochschule #Zittau/Görlitz gibt es eine lange Tradition der Kernkraftforschung. Auch am Recycling radioaktiver Rückstände wurde dort bis vor wenigen Jahren getüftelt. Die #AfD setzt sich dafür ein, diese Tradition zu reaktivieren, denn wir stehen lieber an der Spitze des Fortschritts, statt anderen Ländern hinterherzuhinken.
Bis nächsten Sonntag,
Ihr Jörg Urban

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