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📬 Post aus Sachsen! Die Sonntagskolumne von Jörg Urban 📬 Liebe Freunde, liebe Leser, früher war es üblich, zunächst einen Beruf zu erlernen, ihn auszuüben und erst danach in die Politik zu wechseln, um dort auf der Basis eigener Erfahrungen die Verhältnisse in der geliebten Heimat zu verbessern. Das trifft zum Beispiel auf den Arzt und Anatomie-Professor Rudolf Virchow (1821-1902) zu. Durch die finanzielle Unabhängigkeit seiner Berufstätigkeit konnte er in der Politik stets ein unabhängiger und freier Geist sein. Seine politische Stellung nutzte er, um sich für eine Verbesserung der Hygiene einzusetzen und dafür, ein Gesundheitswesen für das ganze Volk aufzubauen. Denn, so notierte er: „Kein Geld ist rentabler angelegt, als dasjenige, das für die Gesundheit angelegt wird.“ Rudolf Virchow haben wir maßgeblich die medizinische Grundversorgung für alle Bürger zu verdanken. Er erkannte, dass Gesundheit eine notwendige Vorbedingung für Wohlstand ist. Aus diesem Grund setzte er sich auch für die Pflege „außerhalb der bestehenden kirchlichen Organisationen“ ein. Tätige Nächstenliebe sollte nicht länger eine rein religiöse Angelegenheit sein. Sie wurde mit Virchow zu einer Angelegenheit der gesamten Gesellschaft. Mir ist es wichtig, diese Hintergründe in Erinnerung zu rufen, weil die medizinische Grundversorgung heute in Deutschland von Jahr zu Jahr schlechter wird. Derzeit werden überall in Sachsen Kliniken geschlossen und Personal „eingespart“. Betroffen davon sind unter anderem: Schkeuditz, Erlabrunn, Weißwasser, Leisnig, Lichtenstein, Grimma, Reichenbach im Vogtland und Ebersbach. Trotz dieser langen Liste behauptet die sächsische SPD-Gesundheitsministerin Petra Köpping weiter, sie wolle jedes Krankenhaus erhalten. Dazu fällt mir dann nur noch eine Abwandlung des berühmten Walter Ulbricht-Zitats ein: „Niemand hat die Absicht, ein Krankenhaus zu schließen.“ Der Verweis auf die DDR-Propaganda ist bei Frau Köpping übrigens besonders naheliegend. Im Gegensatz zu Rudolf Virchow hat Petra Köpping kein abgeschlossenes Medizin-Studium. Sie besuchte statt dessen eine – in den Anfangsjahren nach Walter Ulbricht benannte – ideologische Kaderschule der herrschenden SED. Neben den bereits genannten Krankenhaus-Schließungen befinden sich auch Kliniken in Torgau, Riesa, Olbernhau, Görlitz und Hoyerswerda in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Schieflage. Besonders die Geburtshilfe und die Kindermedizin stehen auf der Kippe. Man muss kein Prophet sein, um erahnen zu können, dass diese Einrichtungen kurz nach der Landtagswahl in Sachsen 2024 wegfallen dürften, sollte Frau Köpping im Amt bleiben und im Bund der Krankenhaus-Schließungsminister Karl Lauterbach (SPD) weiterhin das Sagen haben. Um dieses Szenario abzuwenden, hat die AfD bereits mehrfach Rettungspakete für unsere Krankenhäuser im Sächsischen Landtag beantragt. Jedes Mal lehnten das die Altparteien ab, weil sie die hart erarbeiteten Steuergelder lieber für illegale Migranten, Gender-Lehrstühle und Klimagedöns zum Fenster herauswerfen. Im Gegensatz zu dieser Verschwendung sollten jedoch Gesundheit und Pflege höchste Priorität haben. Zugleich gilt: Wer Gesundheit und Pflege gut organisiert, kann sehr wohl eine bezahlbare Versorgung für jedermann gewährleisten. Ich will Ihnen das an einem Beispiel illustrieren: Die Niederlande und auch Dänemark setzen vor allem auf häusliche Pflege und Nachbarschaftshilfe. Das senkte die Arbeitsstunden der Pflegekräfte um 40 Prozent und führte unterm Strich zu Einsparungen in Milliardenhöhe. Für Sachsen fordert die AfD daher eine attraktive finanzielle Unterstützung aller pflegenden Angehörigen. Wer sich um seine Eltern oder Großeltern in den eigenen vier Wänden kümmert, sollte dafür eine angemessene finanzielle Unterstützung erhalten. Das wäre das Mindeste! Darüber hinaus ließen sich auch die Eigenanteile der stationären Pflege erheblich absenken, wenn der Freistaat Sachsen die Investitionskosten von Alten- und Pflegeheimen übernehmen würde. Es gibt also sehr wohl konkrete Lösungsvorschläge, um unser Gesundheitswesen wieder bezahlbar, menschenwürdig und leistungsfähig zu machen. Die Voraussetzung dafür ist allerdings die Überzeugung, dass deutsches Steuergeld hauptsächlich in Deutschland eingesetzt werden muss, für die alten und für die jungen Leistungsträger unserer Gesellschaft. Bis nächsten Sonntag, Ihr Jörg Urban

Sonntagskolumne: „Mehr Geld für Gesundheit und Pflege!“

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📬 Post aus Sachsen! Die Sonntagskolumne von Jörg Urban 📬

Liebe Freunde, liebe Leser,

früher war es üblich, zunächst einen Beruf zu erlernen, ihn auszuüben und erst danach in die Politik zu wechseln, um dort auf der Basis eigener Erfahrungen die Verhältnisse in der geliebten Heimat zu verbessern.

Das trifft zum Beispiel auf den Arzt und Anatomie-Professor Rudolf Virchow (1821-1902) zu. Durch die finanzielle Unabhängigkeit seiner Berufstätigkeit konnte er in der Politik stets ein unabhängiger und freier Geist sein.

Seine politische Stellung nutzte er, um sich für eine Verbesserung der Hygiene einzusetzen und dafür, ein Gesundheitswesen für das ganze Volk aufzubauen. Denn, so notierte er: „Kein Geld ist rentabler angelegt, als dasjenige, das für die Gesundheit angelegt wird.“

Rudolf Virchow haben wir maßgeblich die medizinische Grundversorgung für alle Bürger zu verdanken. Er erkannte, dass Gesundheit eine notwendige Vorbedingung für Wohlstand ist.

Aus diesem Grund setzte er sich auch für die Pflege „außerhalb der bestehenden kirchlichen Organisationen“ ein. Tätige Nächstenliebe sollte nicht länger eine rein religiöse Angelegenheit sein. Sie wurde mit Virchow zu einer Angelegenheit der gesamten Gesellschaft.

Mir ist es wichtig, diese Hintergründe in Erinnerung zu rufen, weil die medizinische Grundversorgung heute in Deutschland von Jahr zu Jahr schlechter wird.

Derzeit werden überall in Sachsen Kliniken geschlossen und Personal „eingespart“. Betroffen davon sind unter anderem: Schkeuditz, Erlabrunn, Weißwasser, Leisnig, Lichtenstein, Grimma, Reichenbach im Vogtland und Ebersbach.

Trotz dieser langen Liste behauptet die sächsische SPD-Gesundheitsministerin Petra Köpping weiter, sie wolle jedes Krankenhaus erhalten. Dazu fällt mir dann nur noch eine Abwandlung des berühmten Walter Ulbricht-Zitats ein: „Niemand hat die Absicht, ein Krankenhaus zu schließen.“

Der Verweis auf die DDR-Propaganda ist bei Frau Köpping übrigens besonders naheliegend. Im Gegensatz zu Rudolf Virchow hat Petra Köpping kein abgeschlossenes Medizin-Studium. Sie besuchte statt dessen eine – in den Anfangsjahren nach Walter Ulbricht benannte – ideologische Kaderschule der herrschenden SED.

Neben den bereits genannten Krankenhaus-Schließungen befinden sich auch Kliniken in Torgau, Riesa, Olbernhau, Görlitz und Hoyerswerda in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Schieflage. Besonders die Geburtshilfe und die Kindermedizin stehen auf der Kippe.

Man muss kein Prophet sein, um erahnen zu können, dass diese Einrichtungen kurz nach der Landtagswahl in Sachsen 2024 wegfallen dürften, sollte Frau Köpping im Amt bleiben und im Bund der Krankenhaus-Schließungsminister Karl Lauterbach (SPD) weiterhin das Sagen haben.

Um dieses Szenario abzuwenden, hat die AfD bereits mehrfach Rettungspakete für unsere Krankenhäuser im Sächsischen Landtag beantragt. Jedes Mal lehnten das die Altparteien ab, weil sie die hart erarbeiteten Steuergelder lieber für illegale Migranten, Gender-Lehrstühle und Klimagedöns zum Fenster herauswerfen. Im Gegensatz zu dieser Verschwendung sollten jedoch Gesundheit und Pflege höchste Priorität haben.

Zugleich gilt: Wer Gesundheit und Pflege gut organisiert, kann sehr wohl eine bezahlbare Versorgung für jedermann gewährleisten.

Ich will Ihnen das an einem Beispiel illustrieren: Die Niederlande und auch Dänemark setzen vor allem auf häusliche Pflege und Nachbarschaftshilfe. Das senkte die Arbeitsstunden der Pflegekräfte um 40 Prozent und führte unterm Strich zu Einsparungen in Milliardenhöhe.

Für Sachsen fordert die AfD daher eine attraktive finanzielle Unterstützung aller pflegenden Angehörigen. Wer sich um seine Eltern oder Großeltern in den eigenen vier Wänden kümmert, sollte dafür eine angemessene finanzielle Unterstützung erhalten. Das wäre das Mindeste!

Darüber hinaus ließen sich auch die Eigenanteile der stationären Pflege erheblich absenken, wenn der Freistaat Sachsen die Investitionskosten von Alten- und Pflegeheimen übernehmen würde.

Es gibt also sehr wohl konkrete Lösungsvorschläge, um unser Gesundheitswesen wieder bezahlbar, menschenwürdig und leistungsfähig zu machen.

Die Voraussetzung dafür ist allerdings die Überzeugung, dass deutsches Steuergeld hauptsächlich in Deutschland eingesetzt werden muss, für die alten und für die jungen Leistungsträger unserer Gesellschaft.

Bis nächsten Sonntag,
Ihr Jörg Urban

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