Liebe Freunde, liebe Leser, Am 20. Juni 1948 wurde in den von den USA, Großbritannien und Frankreich besetzten Zonen Deutschlands die D-Mark eingeführt. Ludwig Erhard (1897-1977), damals „Direktor für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes“ wusste, dass allein mit der Ablösung einer Papierwährung (die Reichsmark) durch eine andere Papierwährung (die D-Mark) die wirtschaftliche Not der Nachkriegszeit nicht behoben werden kann. So gab er - eigenmächtig - für den Westteil Deutschlands die Preise frei. Auf den Vorwurf des damaligen Gouverneurs der US-Besatzungszone Lucius D. Clay, er sein nicht befugt gewesen, die auf einem Zuteilungssystem (z.B. Lebensmittelkarten) basierenden Bewirtschaftungsvorschriften zu ändern, entgegnete Erhard, dieser Vorwurf träfe nicht zu - er habe diese Vorschriften nicht geändert, sondern er habe sie abgeschafft, und das sei nicht verboten gewesen. Mit dieser tatsächlich epochalen Entscheidung legte der spätere Wirtschaftsminister (1949-63) und Kanzler (1963-66) Ludwig Erhard den Grundstein für das in aller Welt bewunderte (und beneidete) deutsche „Wirtschaftswunder“. Er selbst betrachtete den Siegeszug seiner Idee vom „Wohlstand für alle“ nicht als Wunder, sondern als ein herausragendes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Bürger ermuntert statt bevormundet und unterdrückt werden. Es war seine feste Überzeugung, dass Menschen in Freiheit sowohl für sich als auch für das Gemeinwohl bessere Entscheidungen treffen als Politiker oder staatliche Instanzen. Mit dieser Wirtschaftsordnung – einer von Aufstiegsverheißung, Fortschrittsglauben und gesellschaftlicher Durchlässigkeit geprägten Leistungsgesellschaft - wurde in Deutschland erheblicher Wohlstand geschaffen, der mehr Wohlergehen für alle mit sich brachte. Leider wurden die Grundsätze Ludwig Erhards seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mehr und mehr untergraben. Mit den Überbleibseln der Sozialen Marktwirtschaft konnte man während der letzten Jahrzehnte immer noch genügend Wohlstand schaffen, um diese Fehlentwicklungen zu überdecken. Diese Zeit dürfte nun allerdings vorbei sein. In den Propagandazentralen der Politik träumt man - um es mit den Worten des Journalisten Gabor Steingart zu sagen - „nachts nicht mehr von Ludwig Erhard, sondern von Greta Thunberg“. Mit der Machtübernahme der Ampelregierung 2021 fand ein wirtschaftspolitischer Paradigmenwechsel statt. Waren bis dahin immerhin die meisten Wirtschaftsminister als Volkswirte, ehemalige Manager oder als Juristen „vom Fach“, kam nun mit dem Kinderbuchautor und parteipolitischen Ideologen Robert Habeck ein Musterbeispiel an Inkompetenz und Ignoranz ins Amt: ein Minister gegen die Wirtschaft statt für die Wirtschaft! * Die neue grüne Wirtschaftspolitik unter dem Dogma der „Klimakatastrophe“ führt zu Schrumpfwirtschaft und De-Industrialisierung. Hunderttausende Arbeitslose? Kein Problem – die schickt man wahrscheinlich in die „ökologische Landwirtschaft“ oder stellt sie mit „Bürgergeld“ ruhig. Besondere Aussagekraft für das wirtschaftliche Weltbild der Grünen haben die Schriften der taz-Journalistin Ulrike Herrmann, die als „Chefökonomin“ der grünen Bewegung gilt. In ihrem Modell der „ökologischen Kriegswirtschaft“ geht es darum, sämtliche wirtschaftliche Tätigkeit auf das Reduzieren von CO2 auszurichten. Privateigentum darf (wie auch seinerzeit in Nazideutschland) beibehalten werden, der Staat gibt jedoch strikte Vorgaben für Produktion und Konsum. Der Markt wird außer Kraft gesetzt, Preise werden kontrolliert und ein System der Rationierung muss installiert werden. Löhne und Gehälter werden drastisch sinken. Das sei gut, denn so gibt es auch weniger Konsum. Statt „Wohlstand für alle“ heißt es nun „Armut für alle“. Außer natürlich für die Ideologen und Schreibtischtäter der Dekarbonisierung und für ihre Hintermänner. Die sind natürlich gleicher als gleich. Der berühmt-berüchtigte Graichen-Clan lässt grüßen. Liebe Leser, Diese wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise gilt es zu verhindern! Mündige Bürger dürfen sich weder von abgehobenen Politikern noch von wettbewerbs-scheuen Monopolisten deren Willen aufzwingen und zum Untertanen degradieren lassen. Darum brauchen wir die Soziale Marktwirtschaft als Ordnungsrahmen für unsere freiheitliche Gesellschaft, mit ihren zentralen Prinzipien Eigentum, stabile Währung, Eigenverantwortlichkeit, Vertragsfreiheit und freie Preise. Der unternehmerische Mittelstand ist das Herzstück dieser Ordnung. In seiner Vielfalt ist er Garant für eine wertschöpfende, friedliche, sozial und ökologisch verantwortungsvolle Gesellschaft. Dafür treten wir als AfD ein! Bis nächsten Sonntag! Ihr Jörg Urban *An dieser Stelle sei bemerkt, dass die Missachtung des Fachwissens bei der Besetzung hoher Regierungsposten auch in Sachsen Einzug gehalten hat. Man blicke nur auf das Justiz-, das Landwirtschafts- oder das Wirtschaftsministerium.

Sonntagskolumne: „75 Jahre soziale Marktwirtschaft!“

Liebe Freunde, liebe Leser,

Am 20. Juni 1948 wurde in den von den USA, Großbritannien und Frankreich besetzten Zonen Deutschlands die D-Mark eingeführt. Ludwig Erhard (1897-1977), damals „Direktor für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes“ wusste, dass allein mit der Ablösung einer Papierwährung (die Reichsmark) durch eine andere Papierwährung (die D-Mark) die wirtschaftliche Not der Nachkriegszeit nicht behoben werden kann.

So gab er – eigenmächtig – für den Westteil Deutschlands die Preise frei. Auf den Vorwurf des damaligen Gouverneurs der US-Besatzungszone Lucius D. Clay, er sein nicht befugt gewesen, die auf einem Zuteilungssystem (z.B. Lebensmittelkarten) basierenden Bewirtschaftungsvorschriften zu ändern, entgegnete Erhard, dieser Vorwurf träfe nicht zu – er habe diese Vorschriften nicht geändert, sondern er habe sie abgeschafft, und das sei nicht verboten gewesen.

Mit dieser tatsächlich epochalen Entscheidung legte der spätere Wirtschaftsminister (1949-63) und Kanzler (1963-66) Ludwig Erhard den Grundstein für das in aller Welt bewunderte (und beneidete) deutsche „Wirtschaftswunder“.
Er selbst betrachtete den Siegeszug seiner Idee vom „Wohlstand für alle“ nicht als Wunder, sondern als ein herausragendes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Bürger ermuntert statt bevormundet und unterdrückt werden. Es war seine feste Überzeugung, dass Menschen in Freiheit sowohl für sich als auch für das Gemeinwohl bessere Entscheidungen treffen als Politiker oder staatliche Instanzen.

Mit dieser Wirtschaftsordnung – einer von Aufstiegsverheißung, Fortschrittsglauben und gesellschaftlicher Durchlässigkeit geprägten Leistungsgesellschaft – wurde in Deutschland erheblicher Wohlstand geschaffen, der mehr Wohlergehen für alle mit sich brachte.

Leider wurden die Grundsätze Ludwig Erhards seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mehr und mehr untergraben. Mit den Überbleibseln der Sozialen Marktwirtschaft konnte man während der letzten Jahrzehnte immer noch genügend Wohlstand schaffen, um diese Fehlentwicklungen zu überdecken.
Diese Zeit dürfte nun allerdings vorbei sein. In den Propagandazentralen der Politik träumt man – um es mit den Worten des Journalisten Gabor Steingart zu sagen – „nachts nicht mehr von Ludwig Erhard, sondern von Greta Thunberg“.

Mit der Machtübernahme der Ampelregierung 2021 fand ein wirtschaftspolitischer Paradigmenwechsel statt. Waren bis dahin immerhin die meisten Wirtschaftsminister als Volkswirte, ehemalige Manager oder als Juristen „vom Fach“, kam nun mit dem Kinderbuchautor und parteipolitischen Ideologen Robert Habeck ein Musterbeispiel an Inkompetenz und Ignoranz ins Amt: ein Minister gegen die Wirtschaft statt für die Wirtschaft! *

Die neue grüne Wirtschaftspolitik unter dem Dogma der „Klimakatastrophe“ führt zu Schrumpfwirtschaft und De-Industrialisierung. Hunderttausende Arbeitslose? Kein Problem – die schickt man wahrscheinlich in die „ökologische Landwirtschaft“ oder stellt sie mit „Bürgergeld“ ruhig.

Besondere Aussagekraft für das wirtschaftliche Weltbild der Grünen haben die Schriften der taz-Journalistin Ulrike Herrmann, die als „Chefökonomin“ der grünen Bewegung gilt. In ihrem Modell der „ökologischen Kriegswirtschaft“ geht es darum, sämtliche wirtschaftliche Tätigkeit auf das Reduzieren von CO2 auszurichten.
Privateigentum darf (wie auch seinerzeit in Nazideutschland) beibehalten werden, der Staat gibt jedoch strikte Vorgaben für Produktion und Konsum. Der Markt wird außer Kraft gesetzt, Preise werden kontrolliert und ein System der Rationierung muss installiert werden. Löhne und Gehälter werden drastisch sinken. Das sei gut, denn so gibt es auch weniger Konsum.

Statt „Wohlstand für alle“ heißt es nun „Armut für alle“. Außer natürlich für die Ideologen und Schreibtischtäter der Dekarbonisierung und für ihre Hintermänner. Die sind natürlich gleicher als gleich. Der berühmt-berüchtigte Graichen-Clan lässt grüßen.

Liebe Leser,
Diese wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise gilt es zu verhindern! Mündige Bürger dürfen sich weder von abgehobenen Politikern noch von wettbewerbs-scheuen Monopolisten deren Willen aufzwingen und zum Untertanen degradieren lassen.

Darum brauchen wir die Soziale Marktwirtschaft als Ordnungsrahmen für unsere freiheitliche Gesellschaft, mit ihren zentralen Prinzipien Eigentum, stabile Währung, Eigenverantwortlichkeit, Vertragsfreiheit und freie Preise.
Der unternehmerische Mittelstand ist das Herzstück dieser Ordnung. In seiner Vielfalt ist er Garant für eine wertschöpfende, friedliche, sozial und ökologisch verantwortungsvolle Gesellschaft.
Dafür treten wir als AfD ein!

Bis nächsten Sonntag!
Ihr Jörg Urban

*An dieser Stelle sei bemerkt, dass die Missachtung des Fachwissens bei der Besetzung hoher Regierungsposten auch in Sachsen Einzug gehalten hat. Man blicke nur auf das Justiz-, das Landwirtschafts- oder das Wirtschaftsministerium.

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